Aufbau und Aufgabe der Leistenregion

 

Der Aufbau der Leiste

Die Leiste ist ein Übergangsbereich: die stabile muskuläre Bauchwand endet nach unten und es schließen sich die nächsten Organe an: der Genitalbereich, die Hüfte und die Beine. Alle benötigen Ihre eigenen Gefäße, Nerven, Lymphbahnen, Sehnenansätze und Muskeln. Der Durchtritt dieser wichtigen Versorgungsstränge erfolgt durch die Leiste.

Daher ist gerade die räumliche Struktur in der Leiste zum einen ausgesprochen komplex zum anderen aber bildet sich hier eine natürliche Schwachstelle heraus.

 

Die Aufgabe der Leistenregion

Die besonderen Gewebestrukturen der Leiste haben nun die wichtige Aufgabe, zum einen alle Versorgungsstränge nur ganz zart zu umschließen, damit diese ungehindert und ohne jede Abklemmung hindurchtreten können. Zum anderen müssen aber diese Öffnungen so fest gesichert werden, dass selbst stärkste Druckspitzen, die beim leichten Husten oder Heben auftreten, keinen Schaden anrichten können.

Eine ziemlich komplizierte Aufgabe!

Daher ist die Leiste ein komplex mit Nerven, Reflexbögen, Sehnen und Muskeln verflochtenes Gewebe, das gerade bei erforderlichen Leistenbruch-Operationen sehr vorsichtig behandelt und ohne Zerschneidungen versorgt werden sollte! Wichtig: Die Architektur der Leiste sollte niemals zerschnitten werden! Es gilt, sie "mit" dem Körper und nicht "gegen" den Körper zu rekonstruieren.